Abnehmen kann gefährlich sein – Schadstoffe aus dem Fettgewebe werden freigesetzt

Wer sein Körpergewicht deutlich reduziert, setzt dabei häufig die im Fettgewebe gespeicherten schwer abbaubaren Chemikalien frei. Dazu gehört auch das als krebserregend geltende PCB, das seit 1989 in Deutschland verboten ist. Grundsätzlich speichert Fettgewebe besonders gut Schadstoffe und setzt diese bei einer Gewichtsabnahme wieder frei.

Quelle: International Journal of Obesity 2010
http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/

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Calcium und Vitamin D führen zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme

In einer Pilot-Studie an übergewichtigen Frauen ergaben sich erstmals deutliche Hinweise, dass ein hohes Calcium- und Vitamin-D-Angebot zum Frühstück die Energieaufnahme in den nachfolgenden Mahlzeiten reduziert. Die hohe Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr erhöhte die Fettverbrennung und die Wärmebildung, die sich durch die Verstoffwechselung der zugeführten Nahrung ergibt (Diät-induzierte Thermogenese). Das hohe Calcium- und Vitamin-D-Angebot scheint zudem das Sättigungsintervall zwischen den Mahlzeiten zu verlängern.

Literatur:
Chan She Ping-Delflos W, Soares M. Diet induced thermogenesis, fat oxidation and food intake following sequential meals: Influence of calcium and vitamin D. Clin Nutr. 2011 Jan 26. [Epub ahead of print]


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Naturheilmittel und ihre Anwendung
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Husten, Erkältung, Sinusitis
Reizdarmsyndrom, Kopfschmerzen
Husten, Erkältung, Bronchitis
Unruhezustände, Nervosität, Angst

http://www.amazon.de/Ratgeber-Naturheilmittel-Wirkungen-wichtigsten-Heilpflanzen/dp/149295246X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387635100&sr=8-1&keywords=ratgeber+naturheilmittel+-+welche+wirkungen+sind+belegt

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Ausgeglichene Energiebilanz - Welchen Stellenwert kommt dem Frühstück zu?

Gewichtskontrolle – Frühstücken: Ja oder Nein
Wenn Ja, wenig oder viel?

Welche Bedeutung hat das Frühstück im Hinblick auf die Gesamtenergieaufnahme des Tages?

Eine aktuelle Untersuchung scheint der bisherigen Expertenmeinung zum Stellenwert des Frühstücks in Bezug auf die Gesamtenergieaufnahme eines Tages zu widersprechen (1).

Das wesentliche Ergebnis dieser Untersuchung an 380 normal- und übergewichtigen Personen ist, dass mit steigender Kalorienaufnahme zum Frühstück auch die Gesamt-Kalorienmenge eines Tages stetig zunimmt (1). Anders ausgedrückt: je ausgiebiger gefrühstückt wird, desto größer die Gesamt-Kalorienaufnahme des Tages.
Sowohl übergewichtige als auch normalgewichtige Personen konnten eine zu hohe Kalorienaufnahme am Morgen nicht durch eine verminderte Aufnahme beim Mittag- oder Abendessen kompensieren.

Eine unverhältnismäßig hohe Energieaufnahme beim Frühstück trägt damit zu einer positiven Energiebilanz bei und erhöht das Risiko für Übergewicht.

Die Schlussfolgerung aus den Ergebnissen dieser Studie lautet dem entsprechend: Eine geringe Energieaufnahme beim Frühstück kann hilfreich sein, die Gesamtenergieaufnahme des Tages zu reduzieren und sich damit positiv auf die Energiebilanz, insbesondere bei übergewichtigen Personen, auswirken.

Mehrere Studien zu diesem Thema hatten in der Vergangenheit dokumentiert, dass eine niedrige Energieaufnahme beim Frühstück eher mit einem erhöhten Körpergewicht verbunden war.

Zudem ist bekannt, dass Menschen, die das Frühstück ganz ausfallen lassen (Breakfast-Skipper), ein erhöhtes Risiko haben, zukünftig übergewichtig oder sogar adipös zu werden (2, 3). Ebenfalls erhöht scheint das Risiko einen Diabetes mellitus zu entwickeln. Darüber hinaus führt der Verzicht auf das Frühstück zu einer deutlichen Erhöhung des Appetits (4), was zu einer hohen Energieaufnahme in den nachfolgenden Mahlzeiten führt, und damit die verringerte Aufnahme zu Tagesbeginn in der Regel überkompensiert.

Epidemiologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein erheblicher Anteil der Menschen unregelmäßig oder gar nicht frühstückt. Laut Umfrage verzichten 9 Prozent der Erwachsenen vollständig auf das Frühstück. Weitere 16 Prozent frühstücken gelegentlich. Nur noch 39 Prozent genießen das Frühstück zu Hause, der Rest bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin.http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/

Mit dem Blick auf eine ausgeglichene Energiebilanz scheint es daher empfehlenswert das Frühstück insgesamt gering ausfallen zu lassen. Keinesfalls kann empfohlen werden, morgens auf Vorrat zu Essen, um im Tagesverlauf erst möglichst spät wieder essen zu müssen. Die oben erwähnten Studienergebnisse sprechen auch dafür, dass ein kompletter Verzicht auf das Frühstück der falsche Weg zu sein scheint.

Die Gesamtenergieaufnahme am Tag wird auch vom Verhältnis der Makronährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett) zueinander beeinflusst. Wenn ein wesentlicher Anteil der Kohlenhydratmenge am Morgen gegessen wird, dann reduziert sich über den Tag betrachtet, die insgesamt aufgenommene Energiemenge (5).

Fazit: Das alte Sprichwort "Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler." muss in Bezug auf das Frühstück überdacht werden. Auf Basis aktueller Studienergebnisse wäre eine geringe Kalorienaufnahme beim Frühstück, bevorzugt in Form von Kohlenhydraten, anzuraten.


Literatur:
  1. Schusdziarra V, Hausmann M, Wittke C, Mittermeier J, Kellner M, Naumann A, Wagenpfeil S, Erdmann J. Impact of breakfast on daily energy intake - an analysis of absolute versus relative breakfast calories. Nutr J. 2011 Jan 17;10(1):5. [Epub ahead of print]
  2. Croezen S, Visscher TL, Ter Bogt NC, Veling ML, Haveman-Nies A. Skipping breakfast, alcohol consumption and physical inactivity as risk factors for overweight and obesity in adolescents: results of the E-MOVO project. Eur J Clin Nutr. 2009 Mar;63(3):405-12.
  3. Huang CJ, Hu HT, Fan YC, Liao YM, Tsai PS. Associations of breakfast skipping with obesity and health-related quality of life: evidence from a national survey in Taiwan. Int J Obes (Lond). 2010 Jan 12.
  4. Giovannini M, Agostoni C, Shamir R. Symposium overview: Do we all eat breakfast and is it important? Crit Rev Food Sci Nutr. 2010 Feb;50(2):97-9.
  5. de Castro JM. The time of day and the proportions of macronutrients eaten are related to total daily food intake. Br J Nutr. 2007 Nov;98(5):1077-83. Epub 2007 May 31.

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Omega-3-Fettsäuren als notwendiger Bestandteil einer kalorienreduzierten Diät

Erste tierexperimentelle Daten deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren vor den negativen Begleiterscheinungen einer Diät mit ausgeprägtem Gewichtsverlust schützen. Insbesondere die Prävention der häufig zu beobachtenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit scheint durch eine Omega-3-Supplementation möglich.


Literatur: Avraham Y, Saidian M, et al. Fish oil promotes survival and protects against cognitive decline in severely undernourished mice by normalizing satiety signals. J Nutr Biochem. 2010 Nov 24. [Epub ahead of print]


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Nächtliche Beleuchtung erhöht das Risiko für eine Gewichtszunahme

Eine schwache, aber konstante Beleuchtung in der Nacht hat Einfluss auf das Körpergewicht. Wer nachts ein nicht ganz abgedunkeltes Schlafzimmer bevorzugt oder noch spät am Computer arbeitet läuft Gefahr gegen die innere Uhr zu essen, was sehr viel schneller zu Übergewicht führen kann. Erste tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass bereits nach vier Wochen die Tiere, die in Dämmerlicht gehalten wurden gut die Hälfte mehr an Körpergewicht zunahmen als die Kontrolltiere, die mit 16 Stunden Licht und 8 Stunden Dunkelheit lebten. Dämmerlicht scheint den Appetit zu erhöhen.

Literatur: Laura K. Fonken, Joanna L. et al. Light at night increases body mass by shifting the time of food intake PNAS published ahead of print October 11, 2010, doi:10.1073/pnas.1008734107

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Eine verkürzte Schlafdauer wirkt sich negativ auf die Körpergewichtsabnahme bei kalorienreduzierten Diät aus

In einer Cross-over-Studie mit übergewichtigen Männern wurde geprüft, welchen Einfluss eine Verkürzung der Schlafdauer um 3 Stunden auf den Erfolg einer kalorienreduzierten Diät hat. Nach 14 Tagen Diät zeigte sich eine 55 % stärkere Abnahme der Fettmasse unter normaler Schlafdauer als unter verkürzter Nachtruhe (1.4 vs. 0.6 kg). Hingegen kam es unter der kurzen Schlafdauer (5,5 Std.) zu einer ausgeprägten Abnahme (- 60 %) der fettfreien Körpermasse (Lean body mass) im Vergleich zur ausreichend langer Schlafdauer (1.5 vs. 2.4 kg; P = 0.002). Das Ergebnis macht deutlich, dass eine unzureichende Schlafdauer den Erfolg einer Gewichtsreduktion gefährdet.

Literatur:

Nedeltcheva AV, Kilkus JM, Imperial J, Schoeller DA, Penev PD. Insufficient sleep undermines dietary efforts to reduce adiposity. Ann Intern Med. 2010 Oct 5;153(7):435-41.

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Der Nutzen einer Gewichtreduktion bei gesunden Übergewichtigen ist nicht belegt

Beitrag aus dem Arznei-telegramm


Der Nutzen einer Gewichtreduktion bei gesunden Übergewichtigen ist nicht belegt
  • Es bestehen Zweifel, dass eine Gewichtsabnahme langfristig überhaupt einen gesundheitlichen Vorteil bringt.
  • Möglicherweise hat eine wiederholte Gewichtsabnahme sogar gesundheitliche Nachteil


"Jeder dritte Deutsche ist zu dick!", warnt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft auf ihrer letzten Tagung.1 "Adipositas ist als eine chronische Krankheit zu bewerten", und "Gewichtsreduktion senkt die Gesamtmortalität um mehr als 20%", konstatiert die deutsche Adipositas-Leitlinie.(2)


Ernährungswissenschaftler und Epidemiologen werden nicht müde, die Bevölkerung zu ermahnen, dass sie abnehmen muss, um Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzubeugen. Kaum jemand wagt zu widersprechen. Dabei gibt es erstaunlicherweise keine einzige prospektive kontrollierte Interventionsstudie, die die Auswirkungen einer Gewichtsreduktion auf das Krankheits- und Sterblichkeitsrisiko Gesunder untersucht hätte. Es stehen ausschließlich Daten aus epidemiologischen Studien zur Verfügung. Datenerhebung durch Fragebögen schränkt die Aussagekraft vieler dieser Studien zusätzlich ein.


Wer im Laufe seines Lebens zunimmt und wer nicht, scheint stark von der genetischen Veranlagung abzuhängen. In den reichen Industrieländern sind fast alle Menschen zumindest leicht überernährt. Manche können ihren Grundumsatz und damit die Kalorienverwertung erhöhen und so eine Gewichtszunahme vermeiden oder beschränken.(3,4) Andere speichern überflüssige Kalorien direkt als Fett. Diese Fähigkeit war über Jahrtausende mit besserer Überlebenschance verbunden, etwa bei Krankheiten und Hungerperioden.


In einer Vielzahl von Studien wurde das Mortalitätsrisiko bei Übergewicht untersucht (2). Übergewicht geht häufiger als Normalgewicht mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, Gicht, koronarer Herzkrankheit und Asthma einher. Theoretisch müsste daher auch das Risiko steigen, vorzeitig zu sterben. Tatsächlich findet sich in einigen epidemiologischen Studien eine lineare Abhängigkeit vom Körpergewicht (5). Nach zwei der längsten Untersuchungen nimmt dieser Zusammenhang jedoch mit dem Alter ab (6,7). Über 50-Jährige bzw. über 65-Jährige mit Body-Mass-Index (BMI*) zwischen 25 und 287 bzw. 326 kg/m² haben danach kein erhöhtes Risiko, vorzeitig zu sterben. Nach einer sehr großen holländischen Studie haben mäßig Übergewichtige (BMI zwischen 25 und 27) sogar das niedrigste Mortalitätsrisiko (8). Höhere Sterblichkeit bei schlankeren Menschen wird unter anderem dadurch erklärt, dass chronische Erkrankungen und vor allem Rauchen gleichzeitig gewichtsreduzierend und mortalitätssteigernd wirken (so genannte Störgrößen oder Confounder). Nach einer amerikanischen Langzeitstudie haben aber auch schlanke gesunde Frauen, die niemals geraucht haben, ein höheres Mortalitätsrisiko als mäßig Übergewichtige (9). Die Interpretation dieser Daten wird dadurch erschwert, dass keine der Untersuchungen sämtliche Störfaktoren ausreichend berücksichtigt: So wird der sozialen Schicht und der Verteilung des Körperfetts, zwei Faktoren mit erheblichem Einfluss auf die Sterblichkeit (10,11) zu wenig Rechnung getragen.


Selbst wenn gesunde Menschen mit starkem Übergewicht ein erhöhtes Mortalitätsrisiko haben, folgt daraus noch nicht, dass Abnehmen die Gefährdung mindert. Bemerkenswert ist, dass dünnere Patienten mit Diabetes oder Hypertonie eine schlechtere Prognose haben als dickere (12,13). Für die behaupteten günstigen Auswirkungen des Abnehmens auf Gelenk- oder Lungenfunktion sowie Lebensqualität (1) fehlen Belege bei Gesunden. Mehrere Studien beschreiben eine erhöhte Sterblichkeit nach Gewichtsverlust. Ein Mangel der meisten Untersuchungen ist jedoch, dass sie nicht zwischen gewolltem und unbeabsichtigtem Gewichtsverlust unterscheiden. Ungewolltes Abnehmen kann auf Erkrankungen beruhen, die das Sterberisiko erhöhen.


Nur drei größere amerikanische Studien untersuchen die Auswirkungen beabsichtigter Gewichtsreduktion. Ende der 50er Jahre wurden 93.000 40- bis 64-jährige übergewichtige Frauen und Männer nach gewünschter Gewichtsabnahme sowie nach Befinden und Erkrankungen befragt und anschließend zwölf Jahre nachbeobachtet (14,15). Der dritten Untersuchung liegen retrospektive Angaben von 25.000 Frauen zwischen 55 und 69 Jahren über ihr Gewichtsverhalten seit dem 18. Lebensjahr zu Grunde. Die Nachbeobachtung beträgt drei Jahre (16). In keiner Studie wirkt sich Abnehmen für gesunde Übergewichtige günstig auf die Sterblichkeit aus. In Untergruppenanalysen, die sich am Umfang des verlorenen Gewichts oder der Geschwindigkeit des Abnehmens orientieren, weisen die statistisch signifikanten Ergebnisse sogar alle in die entgegengesetzte Richtung: Die Mortalität Gesunder steigt mit dem Gewichtsverlust. Die in der deutschen Adipositas-Leitlinie zitierte Reduktion der Gesamtmortalität um mehr als 20% stammt aus einer dieser Studien (14), betrifft aber nur Frauen mit Übergewichts-assoziierten Erkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie. Die Verallgemeinerung dieses Effekts auf gesunde Frauen und Männer, wie sie in der als "Evidenz-basiert" bezeichneten Leitlinie vorgenommen wird, ist nicht zulässig.
Da sehr viele Versuche scheitern, das Gewicht dauerhaft zu reduzieren, sind Gewichtsschwankungen (Jo-Jo-Effekt) häufig. Von knapp 50.000 Krankenschwestern innerhalb der Nurses-Health-Studie berichten 5% über langfristig erfolgreiches Abnehmen. 55% geben dagegen mindestens einen Abnehmversuch mit anschließendem Wiederanstieg des Körpergewichts im Laufe von 16 Jahren an (17) In prospektiven Studien gehen Gewichtsschwankungen zwischen zwei und fünf Kilogramm mit einer Zunahme der Sterblichkeit um 25% bis 65% einher (18). Auch diese Studien unterscheiden nicht zwischen gewollter und ungewollter Gewichtsabnahme und berücksichtigen nicht immer den Faktor Rauchen. Das Mortalitätsrisiko könnte daher überschätzt werden. In der Nurses-Health-Studie, der einzigen Studie, in der Gewichtsschwankungen nach gewollter Abnahme untersucht werden, ist der Jo-Jo-Effekt ein unabhängiger Risikofaktor für Cholezystektomien (relatives Risiko: 1,83). Je größer die Gewichtsschwankungen, desto höher das Risiko (17). Dass Diätversuche und gezügeltes Essverhalten wesentlich zu Ess-Störungen wie Bulimia nervosa beitragen, räumt auch die Leitlinie ein (2).


FAZIT: Für ärztliche Ermahnungen an gesunde Übergewichtige zum Abnehmen, jetzt auch in Form einer "Evidenz-basierten" Leitlinie, gibt es keine valide Datenbasis. Die derzeit beste Evidenz lässt keinen Nutzen im Sinne eines verringerten Mortalitätsrisikos durch Abnehmen erkennen. Es gibt vielmehr Hinweise, dass das Sterblichkeitsrisiko dieser Menschen durch Gewichtsreduktion sogar zunimmt. Das gesellschaftlich vorherrschende Schönheits- und Gesundheitsideal setzt übergewichtige Menschen einem starken psychosozialen Druck aus und diskriminiert sie. Bevor gesicherte Empfehlungen für gesunde Übergewichtige ausgesprochen werden können, sind die Ergebnisse randomisierter Interventionsstudien abzuwarten.

Literatur:


Quelle: Arznei-telegramm: a-t 1999; Nr. 12: 121-3



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